Geografische Lage von Senftenberg 101 m NHN, 51° 31' nördlicher Breite
und 14° 1' östlicher Länge.
Der See gehört zum Lausitzer Seenland Brandenburg welches ca. 1.300 Hektar
Wasserfläche hat. Die Zweckbestimmung des ehemaligen (1941 bis 1966) Braunkohletagebaus:
Hochwasserschutz, Brauchwasserversorgung, Erholungswesen, Binnenfischerei,
Naturschutz.
Bis 1965 ein "Schwarzes Loch", das Suedfeld Koschen.
Bis 2008 ein Angelparadies, der heutige Badestrand!
Ab Nov. 1967 wurde das schwarze Loch geflutet und im Nov. 1972 der Betriebsstau von
98,5 m über NN erreicht. Seitdem wird kontinuierlich das Wasser der Schwarzen
Elster durchgeleitet, sonst würde der See durch eisenhydroxid- und sulfathaltiges
Grundwasser kippen. Der Wasserinhalt liegt bei 100 Mio Kubikmetern.
Je nach Füllstand liegt der See bei ca. 98 bis 99 m über NHN und an den tiefsten Stellen ist er nur noch 16 m bis 22 m tief. Vor der Flutung 1972, war er mal ca. 32 m tief. Die Wasserfläche beträgt ca. 1.300 ha. Die Inselkippe umfaßt nur noch ca. 250 ha.
Der Strandbereich Niemtsch:
In den 80-ern saßen auch hier die Angler noch Schulter an Schulter. Heute muss man warten
bis die Saison vorbei ist.
Der Ortsteil Niemtsch hat einen eigenen Campingplatz und schönen Strandabschnitt.
Der Auslauf Niemtsch, hier fließt der See über einen Graben in die Schwarze Elster.
Die Südsee:
Aus Richtung Hosena strömt ständig saures Grundwasser nach, deshalb muß auch ständig Elsterwasser
zugeführt werden, sonst versauert der See.
Außer Tauchern ist hier für Angler nichts zu holen.
Der schiefe Aussichtsturm zwischen Großkoschen und Peickwitz:
Jährlich wird hier ein Turmlauf durchgeführt. Es geht 176 Stufen nach oben auf die
31 m hohe Plattform. Er steht neben dem Koschenberg, dieser war in früheren Jahren
mal 176,4 m NHN hoch.
Rekordhalter ist seit 2005 mit 34,3 Sekunden, Matthias Trentzsch.
Vom Aussichtsturm hat man einen hervorragenden Ausblick bis nach Senftenberg und den Lausitzring.
Das Betreten des Inselbereiches (Links und Mitte) ist, außer für Jäger, verboten (Rutschungsgefahr).
Die Ringelnatter:
Sie ist überwiegend im Südbereich: Großkoschen-Peickwitz vertreten. Obwohl sie zischt
und schnappt, ist sie völlig ungefährlich.
Im Frühjahr trifft man mehrere dieser 1,20 m langen Reptilien auf dem Rad-und Skaterweg am Aussichtsturm in Großkoschen an.
Die Blindschleiche:
Sie tankt ihre Energie ebenfalls hauptsächlich auf dem Rad-und Skaterweg
im Südbereich auf. Hier wird sie von den vielen Besuchern oft übersehen
und platt gemacht. Sie ist nur ca. 30-35 cm lang und völlig ungefährlich.
Diesem Exemplar konnte ich das Leben retten, aber wie lange? Es ist doch zu schön auf dem warmen Asphalt.
Hafencamp Senftenberger See:
Der Hafen am Ende des Campingplatzes von Großkoschen. Er wurde im Frühjahr 2010
durch neue Steganlagen erweitert
Hier kann man Motor- und Segelboote festmachen, Kaffee trinken, und hier ist auch die Wasserschutzpolizei stationiert.
Der Kormoran:
Vor 1980 gab es auf den Gewässern der Umgebung keine Kormorane.
Seit den 80 er Jahre hat sich deren Anzahl auf dem Senftenberger See leider stark erhöht (50-70 Stck).
2014 sogar 220 Stck!
Mehrere Kolonien haben ihre Schlafplätze auf den Bäumen der Insel. Nicht nur der
Fischer und die Angler "lieben" ihn, auch die Forstwirtschaft ist "begeistert", dass vom
scharfen Kormoran-Kot die Bäume absterben.
Kormorane bestehen eigentlich nur aus Fisch und Federn. Aal und Edelfische lieben sie besonders.
Der "Unterwasserterrorist" Kormoran - Vogel des Jahres 2010. Er frisst etwa 200 Tage im Jahr
ca. 400-500 Gramm Fisch pro Tag.
Foto: ddp und Sabine Schwarten (Fischereiverwaltung Schleswig-Holstein)
Der Großkoschener Strandabschnitt:
Ganz in der Nähe wird bis 2012 der neue Kanal (Überleiter 12, mit Schleuse) zwischen Geierswalder - und
Senftenberger See gebaut. Für 2013 ist die Einleitung des Geierswalder Seewassers in den
Senftenberger See geplant, aber erst wenn dessen pH- Wert von 6,5 erreicht ist.
Die LMBV arbeitet daran.
Siehe Storys: Die Schlacht am Geierswalder See
Mit Anlegestelle, Promenade, Amphitheater, Terrassen und Badebereich. Der meistbesuchte Teil des Sees.
Der Strandbereich Buchwalde:
Dieser Abschnitt ist hauptsächlich Badegästen und Surfern vorbehalten. Im Hintergrund der
Koschenberg (Abbau von Grauwacke), er war in früheren Zeiten mal 176 m NHN hoch.
Da seit November 2007 Motorboote zugelassen sind, wird es zeitweise ganz schön eng. Deshalb ist jetzt auch die Wasserschutzpolizei präsent.
Die Brasserie:
Seit der Geierswalder- und Senftenberger See über den neuen Kanal verbunden sind,
sollte hier am Buchwalder Strand, sogar noch eine Bootsanlegestelle entstehen.
Da aber seit 2022 der Pachtvertrag nicht verlängert wurde, steht die Hütte jetzt
leer!
Die im September 2008 eröffnete Brasserie am Senftenberger See.
(Brauerei-bürgerliches Speiselokal mit Bierausschank).
Der Grünspecht:
Im Nordbereich des Senftenberger Sees, auf den Waldwiesen zwischen Niemtsch und Buchwalde,
kann man ihn in trockenen Sommern beobachten, wie er mit seiner langen Zunge nach Ameisen sucht.
Mit seinem mächtigen Schnabel, dem roten Oberkopf, den graugrünen Federkleid, und dem
Ruf klü-klü-klü-klü-klü, ist er sofort zu erkennen.
Der Grünspecht (Grasspecht) scheint sich am Nordufer des Senftenberger Sees sehr wohl zu
fühlen. Er wird bis 30 cm lang, hat eine Flügelspanne von ca. 50 cm und eine 10 cm lange
Zunge.
Foto: Thomas Kraft, www.thkraft.de
Der Koschener Kanal - Überleiter 12:
Das Bett der Schwarzen Elster bestimmt die Tunnelhöhe im Vorhafen,
das Fahrgastschiff des Senftenberger Sees, die Santa Barbara,
passt leider nicht durch. Am 01. Juni 2013 wurde der Koschener Kanal eingeweiht.
Der Koschener Kanal verbindet den Geierswalder-(Osten) mit dem Senftenberger See (Westen). Keine gute Idee!
Der Senftenberger Bereich:
Er hat sich am stärksten verändert. Hoffentlich bleibt die schöne Sichtachse
auf und entlang unseres Heimatgewässers erhalten.
Hier entstand der neue Stadthafen mit 4 m hoher Seebrücke und ca. 120 Bootsliegeplätzen. Im Frühjahr 2013 wurde er eingeweiht.