Meteoriten:
In Deutschland werden selten welche gefunden. Seit 1724 erst 56 Stück.
Durch Sandstrahlen kann man Hochofenschlacke (oder erstarrte Lava) zu einem Eisen-Nickel
Meteorit in Museumsqualität fälschen. Der Gewichtsvergleich mit einem gleich großen Stein,
die dünne Schmelzkruste und Einbuchtungen (Regmaglypten) auf der Oberfläche können Kriterien
für die Echtheit sein.
Ein echter Eisen-Nickel Meteorit von 8 cm Größe und 600 gr. Gewicht hat auch einen gewissen materiellen Wert. Um die Echtheit nachzuweisen hilft nur anschleifen, polieren und ätzen, um die Widmanstätten Figuren und Neumann Linien sichtbar zu machen.
Am 15. Februar 2013 explodierte über der Stadt Tscheljabinsk (Rußland) ein riesiger Feuerball am Himmel. Der ca. 17 m große Meteorit beschädigte rund 3700 Gebäude und verletzte ca. 1500 Menschen durch Fensterglas-Splitter. Am 16.10.2013 konnte ein Bruchstück von 1,50 m Länge und 570 kg geborgen werden.
Leider zerbrach der Chondrit (Steinmeteorit) bei der Bergung aus 20 m Tiefe in
drei Teile.
Die glasige Schmelzkruste und die charakteristischen
Regmaglypten (Einbuchtungen) sind gut
zu erkennen. Das Ausmaß des Tscheljabinsk-Ereignißes, das durchschnittlich einmal in 100 Jahren erwartet wird, ist das größte uns bekannte seit dem Tunguska-Einschlag 1908. Quelle: Kopp-Online
Am 24.11.2012 wurde nördlich von Posen (Polen) ein 300 kg schwerer Eisen-Nickel Meteorit ausgegraben:
Das ist der zweitgrößte je in Osteuropa gefundenen Meteorit. Der vor rund 5000 Jahren eingeschlagene Brocken wurde mittels Detektor aufgespürt und wir jetzt untersucht. Foto: Jakub Kaczmarczyk, epa
15.09.2007 Nachdem man am Himmel eine Feuerkugel gesichtet hatte,
schlug am Sonnabend dieser Eisen-Nickel-Meteorit in der Nähe des Dorfes Caraca im
Südosten von Peru ein, und hinterließ dieses Riesenloch.
Die Dorfbewohner klagten über Kopfschmerzen und Erbrechen und das Vieh
verhielt sich merkwürdig (vermutlich Schwefel und Arsendämpfe)
Dieser ca. 1 m Meteorit hinterläßt in Peru einen ovalen Krater von 6 m Tiefe
und 13 m Durchmeßer.
Unvorstellbar wenn solch ein Brocken in eine Großtadt einschlägt. Foto: AFP
08.10.2006 Eher ein Witz, Meteorit entzündet in Troisdorf bei Bonn eine Hütte. Der Brandentstehung gingen kleine glühende Objekte am Himmel voraus.
Der sich in der Hütte aufhaltende 77-jährige Besitzer erlitt
Brandverletzungen an Gesicht und Händen. Die Erde befand sich
zu dieser Zeit in der Nähe eines Meteoritenfeldes.
Foto: dpa
Am Sonntag, den 25. Januar 1998 um 20.13 Uhr sahen ca. 60 Augenzeugen einen mittleren Meteor aus Richtung Cottbus, südlich in Richtung Senftenberg (Hoyerswerda) ziehen. Mit ca. 16 km/s war er sehr langsam, dafür war der Einfallswinkel mit 13 Grad zur Senkrechten sehr steil. Die Endhöhe der Leuchterscheinung betrug 30 km.
Ein faustgroßer, magnetischer Stein-Eisen Meteorit?? Nein, ein Tephrit bzw. feinkörniger Basalt aus Südschweden oder Böhmen! Mit 14,3 cm Länge, 9,4 cm Breite und 1312 gr. ein schöner Brocken. Das evtl. Streufeld liegt südlich der B 96 zwischen Senftenberg und Hoyerswerda.
Der Hoba Meteorit: Vor ca. 80.000 Jahren schlug dieser Himmelskörper auf unserem Planeten in Namibia (Afrika) ein. Er ist mit 50 bis 60 Tonnen der bisher größte gefundenen Meteorit und hat die Abmessungen 2,70 m, 2,70 m, 0,90 m.
Ein Bauer entdeckte Ihn 1920 beim Pflügen. Er besteht aus 82 % Eisen, 16 % Nickel, 1 % Cobalt.
Foto: Jürgen Reichmann, www.juergen-reichmann.de