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Die Schlacht am Geierswalder See (101 m NHN) - findet nicht statt:

Flutungswahn und Massentourismus: Seit Juni 2013 fließt über die Schleuse im Koschener Kanal der mit über 1000 Tonnen Branntkalk angerichtete Chemie-Cocktail im Geierswalder See, abwärts in den Senftenberger See (98,5 m NHN). Der pH-Wert von 7 ist zwar erreicht, aber der Geierswalder See ist jetzt tot. Der Fischer auf dem Senftenberger See wird davon nicht begeistert sein.

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Das braune Mischwasser (Eisenhydroxid) von der Schleuse fließt in den Senftenberger See. Man opfert den Senftenberger See, ein ökologisch gut erhaltenes Gewässer, dem Lausitzer Seenland.

Zustand vor 2013:
...1972-76 war am Senftenberger See die Situation so: Niemand, außer Angler, glaubte damals an Fisch. Beim Baden wurden die Zähne vom Gemisch aus saurem Grundwasser und Elsterwasser noch stumpf, aber es gab schon Fisch. Damals wurde auch der Zimtschwan geboren - rostbrauner Bauch mit schwarzem Kohlenstaubring. Trotz dieser widrigen Bedingungen entwickelten sich alle Fischarten, Wasservögel und -pflanzen prächtig (siehe Hobby). Anfang der 80er Jahre musste man früh um 4 Uhr an der Kleinkoschener Steilküste sein (heute gesperrt) um einen guten Angelplatz zu bekommen. Die Angler saßen hier im 5 m Abstand Schulter an Schulter. Nachdem alle anderen Angelteiche um Senftenberg durch den Bergbau vernichtet waren, wurde dann Mitte der 80er-Jahre der See mal kurz zum Fischerei - Produktionsgewässer mit Bootsangelverbot erklärt. Noch heute, 35 Jahre später, ist der pH-Wert im See sehr unterschiedlich (Südsee).

...2005 konnten Mitglieder unseres Vereins, bei einer Radtour um den Geierswalder See, bereits an einigen Stellen Jungfische im Schilf entdecken.

...2006 im Sommer, wurden in Kleinkoschen durch Patrioten in einer Blitzaktion mehrere Zentner Fisch, von der fast ausgetrockneten Schwarzen Elster (DAV), in den nur wenige Meter entfernten Geierswalder See Auslauf, umgesetzt. Von Rückenschwimmern war danach nichts zu sehen. Es könnte natürlich sein, dass sie zerfressen als Plankton am Seegrund treiben. 2006 wurde der gefüllte Geierswalder See für den Wassersport frei gegeben - Angeln ist auch Wassersport! Die Bootsrümpfe sind zwar rostbraun, aber das ist nach 35 Jahren auch am Senftenberger See noch der Fall. Ein Fisch wächst nämlich im Jahr ca. 5 cm und seit 1978 ist schon Wasser drin.
Die Schlacht um die Urlauber ist in vollem Gange, die Schlacht um die besten Angelstellen wird noch geschlagen!!

...2007 legt das Landesumweltamt Cottbus fest, dass kein Geierswalder Seewasser unter pH-Wert 6,5 in den Senftenberger See ausgeleitet werden darf. Für die LMBV eine anspruchsvolle Aufgabe. Bei Nichterfüllung wäre das 10 Mill. Euro Projekt in den Sand gesetzt. Der 1050 m langer Kanal besteht aus einem 90 m Tunnel unter der Schwarzen Elster, einem 58 m Tunnel unter der B96, sowie der o. g. 48 m Schleuse und dem 848 m offenen Kanalteil.

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Kammerlänge Schleuse für Schiffe bis 29,5 m.