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Angeln Rotes Meer und Nilkreuzfahrt

18.01.2009 bis 25.01.2009 Angel- und Badeurlaub in Hurghada am Rotem Meer. Eine Angelausfahrt kostet pro Boot 380 Euro , leider konnte ich keine 8 Angler auftreiben, so musste ich mich um eine andere Lösung kümmern. Die Tauchreviere dagegen (Riffs und Wracks) sind hoffnungslos mit Touristen überfüllt.

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Zwei Profis bereiten sich auf die Ausfahrt vor. Mit dem kleinen Boot im Hintergrund ging es los. 40 Euro für 3 Stunden waren ein guter Preis.

Na dann schauen wir mal was da so beißt. Beim erfolglosem Schleppangeln benutzte ich große Wobbler und beim Grundangeln Kalmare als Köder.

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Tipps: man sollte aber seine eigene Ausrüstung dabei haben. Den Rotfeuerfisch, den Steinfisch und die Muräne muss man als Angler und Schnorchler kennen. Es ist äußerste Vorsicht geboten.

Um 8 Uhr ging es los, am Morgen ist es noch recht kühl. Der Köder Tintenfischfetzen und zur Landung ein ägyptisches Gaff...

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...ein großer Hai Haken an einem Besenstiel befestigt. Not macht erfinderisch.

Ein Stülpmaul Lippfisch von 30 cm Länge.

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Die Farbenpracht ist überwältigend, auch er ging wieder über Bord.

Ein weiterer Fisch auf Tintenfischfetzen...

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...ein 40 cm langer Juwelen Zackenbarsch, er sieht einfach prächtig aus und ging deshalb wieder über Bord. Die Taucher und Schnorchler wollen ja auch noch Fisch sehen.

Eine Gelbflecken Makrele, diese Exemplar landete im Kochtopf vom Bootsführer.

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Diese Art kann bis zu einem Meter lang werden und ist bei den Einheimischen ein gefragter Speisefisch.

Unsere Hotelanlage Hilton Long Beach Resort in Hughada am rotem Meer.

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Das Bild täuscht, hinter den Hotelanlagen verkommt das Land zur Müllkippe. Man sollte Pfand für Plasteflaschen und -tüten einführen.

Luft 28° C und Wasser 20° C. Der Salzgehalt beträgt ca. 4,2%, das Meer ist glasklar und azurblau. Wieso dann Rotes Meer?

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Der rote Sand wird durch den Wind vom Gebirge ins Meer geweht und ans Ufer gespült, und in der Abendsonne leuchten die Berge dunkelrot deshalb Rotes Meer.

Vom 11.01.09 bis 17.01.09 Nilkreuzfahrt auf der klassischen Route von Luxor nach Assuan. Nach der Flug- Nachtlandung ging es im Bus- Konvoi mit Polizeischutz 4 Stunden von Hurghada am Roten Meer durch die Wüste nach Luxor am Nil. Der Weg wird durch das Militär gut gesichert.

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Nachts gibt es in Hurghada Hotels in Stil von 1001 Nacht zu bewundern. In der Altstadt lauern allerdings die Straßenhändler andere Länder andere Sitten.

Vor dem Ablegen noch eine Kutschfahrt durch Luxor, damit man die Gegensätze einer ägyptischen Metropole gleich richtig kennen lernt (viel Armut). Wo bleiben eigentlich die Milliarden Einnahmen aus dem Suezkanal, den Erdölfeldern und dem Tourismus??

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Wie man es hier von Mai bis September aushält, ist mir ein Rätsel, denn dann hat man hier 40° bis 42° C im Schatten.

Zur Stromversorgung laufen die dröhnenden Dieselmotoren Tag und Nacht und erzeugen eine rußige Wolke im Niltal.

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Masse statt Klasse: In der ersten Reihe 6 Schiffe nebeneinander soweit das Auge reicht. Ca. 280 Schiffe, überwiegend nur halb ausgelastet, ausgebucht mit ca. 120 Urlaubern je Schiff, fahren das ganze Jahr den Nil hoch und runter. Ein Katalysator für Diesel-Schiffsmotoren wäre vielleicht die Lösung.

Tempel, Tempel Tempel: auf der Nilfahrt von Luxor nach Assuan wird an jedem bedeutendem Tempel angelegt. Zwei Speicherkarten voll Obelisken, Säulen, Kartuschen, Pylonen, Quader, Hieroglyphen usw. Nur an Hand meiner Unterlagen habe ich noch den Überblick.

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Der Isis Tempel von Philae und der Kiosk von Trajan (Bild) wären in den Nilfluten versunken, man hat sie auf der Insel Philae in Einzelteile zerlegt und auf der höher gelegenen Insel Agilka wieder aufgebaut. Die Mittel kamen von der UNESCO.

Beim Tal der Könige mit seinen 63 Gräbern und Gruben, welche wechselnd geöffnet sind, liegt der Hatschepsut-Tempel (Tochter des Thutmoses des Ersten)...

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...ein dreistufiger Terassentempel, an dessen Zu- und Abgängen um Prospekte, Steinfiguren, Gewürze und Bekleidung kräftig gefeilscht wird.

In den vielen Steinmetz-Werkstätten im Dorf Gurna (beim Tal der Könige) werden sämtlich vorkommende Gesteinsarten verarbeitet...

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...überwiegend Motive aus der 3000 jährigen ägyptischen Geschichte. Diese Truppe hatte eine witzige Einlage drauf, muss man aber selber erleben.

Auf der 7 tägigen Nilfahrt war für Versorgung, Unterhaltung und Abkühlung gesorgt. Die Rache der Pharaonen (explosionsartiger Durchfall) erreicht ca. 90% der Urlauber (oft auch erst in Deutschland!), man sollte sich vorher, oder bei der Ankunft, sofort Antinal und Streptoquin besorgen. Man kann es auch positiv sehen: keine Probleme mehr mit Hämorrhoiden und über jeden Pups der trocken rauskommt ist man glücklich.

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Das Oberdeck mit Poolanlage auf der MS Stephanie.

Dass die Pyramiden und ein 1100 Tonnen schwerer Obelisk nicht von den Außerirdischen erbaut wurden, sondern von den ägyptischen Arbeitern, kann man hier in Assuan gut erkennen. Eine Meisterleistung vor ca. 3000 Jahren, die haben gehämmert wie die Buntspechte.

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Mit nassem Holz und verdünntem Essig wurde das Granitgestein aus dem Felsen gesprengt und danach bearbeitet. Bei Hochwasser ging es dann auf dem Nil zum Bestimmungsort. Dieser unvollendete Obelisk ist leider zerbrochen und dient somit der Rekonstruktion.

Mit alten Felucken fährt man auf dem Nil zu Kamelausritten in die Wüste, zu Ballonfahrten, oder zu botanischen Gärten.

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Bei herrlichem Wetter eine angenehme Beschäftigung.

Ankunft im Beduinendorf zu einem 45 minütigen Ritt in die Wüste.

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Kamelreiten (Dromedar) ist für Deutsche eine ungewohnte Tätigkeit.

Im Doppeltempel bei Kom Ombo findet man unzählige Reliefs, Schriften und Symbole.

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Hier Osiris, Isis, Falkengott Horus, Krokodilgott Sobek, und das Pharaopaar.

Am Abschlussabend war auf der MS Stephanie ägyptische Kleidung angesagt.

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Der Pharao mit seiner Braut - ein schönes Paar.